German Doctors – Ärzte im Hilfseinsatz
Jeder hat ein Recht auf medizinische Versorgung – dafür setzen sich die German Doctors seit 1983 ein. Als international tätige Nichtregierungsorganisation entsenden die German Doctors je für sechs Wochen unentgeltlich arbeitende ÄrztInnen und Ärzte in Projekte auf den Philippinen, nach Indien, Bangladesch, Kenia und Sierra Leone. In ihrem Jahresurlaub oder im Ruhestand leisten so jährlich rund 200 ehrenamtliche Mediziner Hilfe für bedürftige Menschen. Über 7.400 Einsätze mit mehr als 3.400 Medizinerinnen und Medizinern wurden bereits durchgeführt.
Um die Situation im Land nachhaltig zu verbessern, geht die Arbeit weit über das Medizinische hinaus: German Doctors bilden lokale Fachkräfte aus und arbeiten eng mit den lokalen Strukturen und Partnern zusammen. Darüber hinaus schulen sie zu Präventivmaßnahmen, Hygiene und entwickeln Ernährungs- und Sozialprogramme. Das ist Hilfe, die bleibt!
Ausgewählte Projekte der German Doctors:
Indien
In Kalkutta ist das älteste Arztprojekt der German Doctors verortet. Um möglichst vielen Menschen der untersten Bevölkerungsschicht einen Zugang zu ärztlicher Versorgung zu ermöglichen, fahren täglich Teams mit Ärzten und lokalen Mitarbeitern an unterschiedliche Standpunkte in den Slums. Bei der Ankunft erwarten sie bereits eine lange Schlange wartender Menschen. Die miserablen Lebensbedingungen sind idealer Nährboden für Infektionskrankheiten – insbesondere Tuberkulose ist weit verbreitet. In zwei stationären Einrichtungen, dem „Pushpa-Home“ und dem „St. Thomas Home“ behandeln die German Doctors daher schwer erkrankte Tuberkulose-Patientinnen – insbesondere Frauen und Kinder.
Kenia
Seit fast 25 Jahren leisten die German Doctors in einem der größten Slums in Nairobi medizinische Hilfe. Im Mathare Valley betreuen sie unter anderem 3.000 HIV-positive und an Aids erkrankete Menschen. Wichtig ist auch das Ernährungsprogramm, in dem vor allem fehl- und unterernährte Kinder versorgt werden. Das Nairobi-Projekt ist auch der Ausgangspunkt für das neue Projekt im Slum von Korogocho am Fuße der größten Müllkippe Kenias. Hier soll die medizinische Hilfe noch weiter ausgebaut werden.
Philippinen
Auf den Philippinen gilt die Hilfe der German Doctors insbesondere der medizinischen Basisversorgung der ärmsten Bevölkerung. Mit der „Rolling Clinic“, einer Ambulanz auf vier Rädern, erreicht das Team auch Menschen in abgeschiedenen Regionen, die sonst keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Manch ein Bergdorf wird sogar zu Fuß erklommen! Aktuell sind die Einsatzärzte auf den Inseln Luzon und Mindoro aktiv. Um die medizinische Versorgung langfristig zu verbessern, werden in den Dörfern Gesundheitsmitarbeiterinnen ausgebildet und viel Aufklärungs- und Präventionsarbeit geleistet.