Seit 1983 setzen sich die german doctors in Indien für Menschen ein, die in den Elendsvierteln am Rand der Gesellschaft leben. Mittlerweile wurde der Schwerpunkt von den innerstädtischen Slums in Kalkutta auf ländliche Regionen verlagert, seit 2020 werden ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte ins Sundarban-Delta entsandt, seit Herbst 2023 zusätzlich in die Region Jhargram.
Mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern ist Indien die größte parlamentarische Demokratie der Welt. Einer wachsenden und wohlhabenden Mittel- und Oberschicht stehen jedoch immer noch viele Millionen Menschen gegenüber, die mit weniger als umgerechnet 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen müssen. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist enorm. Neben Wolkenkratzern und Großkonzernen wuchern riesige Slums.
In den Elendsvierteln von Kalkutta sind die german doctors seit 1983 aktiv. Die Bevölkerungsdichte ist ein großes Problem, oft drängen sich in den slums ganze Familien auf 10 qm Wohnraum. Die miserablen Lebensbedingungen, verbunden mit den schlechten hygienischen Verhältnissen sind nicht zuletzt auch Ursache für Infektionskrankheiten wie die Tuberkulose, die in den slums grassiert. Die german doctors unterstützen in Kalkutta Tuberkulose-Krankenhaus für Kinder und Frauen